Die Säge war ein wesentlicher Bestandteil des ehemaligen Eisenbergwerkes im Mühletal. Im Expertenbericht vom 5. Juni 1758 über den Augenschein im Mühetaler Eisenbergwerk erscheint folgender Hinweis: «Eine neüw erbauene Saagen, sambt Wasser-Laüfen, Leitungen und übriger Zugehördt». Und im Inventarium vom 5. Oktober 1779 lesen wir: «Eine wohleingerichtete Säge, mit aller Zugehör für 20 Schuh lange Laden zu schneiden. Das Wasserrad, Canal, Wellbaum (die Antriebswelle), Schiebrad, Heb-arm und Wagen sind in brauchbarem Zustand».

Das Bergwerk benötigte viel Bau- Konstruktions- und Maschinenholz. So war beispielsweise für den Bau und Unterhalt der Brücken beim für die Flösserei notwendigen Schwellenwerk eine grosse Menge zugeschnittenes Holz notwendig, ebenso für die in Holzkanälen geführten Wasserzuleitungen zu den Wasserrädern. Beim Maschinenholz waren es die sehr beanspruchten Teile der Hammerschmitte und am Pochwerk (Steinbrecher). Wenn man nur schon an die Hammergestelle und die Hammerstiele denkt und dabei in Betracht zieht, dass die Hämmer 120 bis 180 Schläge pro Minute ausführten, so wird der verschleiss an Holzteilen klar ersichtlich.

1807, nach der Stilllegung des Eisenbergwerkes, kam die Säge beim Bau der ersten Sustenstrasse zum Einsatz. Später wurde sie vermehrt von den Talbewohnern benutzt, wodurch sie vor dem Zerfall verschont blieb. 1952 wurde die Säge endgültig abgestellt. 

(Auszug aus «Die Säge im Mühletal» von Ulrich Zahn.

 

2004 setzten sich einige Leute mit einer Restaurierung der in die Jahre gekommenen Sägerei auseinander. 2013 konnten die restaurierte Säge und der schön eingerichtete Pochwerkraum mit zahlreichem Publikum eingeweiht werden. 

Die Säge von 1758 wurde bis zur letzten Eisenschmelzung im Jahr 1813 vor allem für den Bau und Unterhalt der „Ysenschmelze“ betrieben, danach noch in bescheidenem Rahmen für die Talbewohner. 1952 wurde die Säge endgültig abgestellt. 

Die Säge im Mühletal gehört dem Museumsverein der Landschaft Hasli und kann jederzeit besichtigt werden. Auf Anfrage ist auch ein Schausägen möglich, allerdings nur, wenn genügend Wasser vorhanden ist. Der Pochwerkraum kann für verschiedene Anlässe gemietet werden. Siehe unter HASLIMUSEUM KONTAKTE.